Kitahelfer – spielend qualifiziert

Ein inklusives Erfolgsmodell feiert 15-jähriges Bestehen

Menschen mit einer Beeinträchtigung zu HelferInnen in einer Kindertagesstätte auszubilden…geht das überhaupt? Es geht, in Hamburg mittlerweile erfolgreich seit exakt 15 Jahren: Seit Herbst 2002 qualifizieren die Elbe-Werkstätten gemeinsam mit der staatlichen Fachschule für Sozialpädagogik Altona junge Menschen mit einer Lernbeeinträchtigung in einer vierjährigen Qualifizierung in Theorie und Praxis zu HelferInnen in Kindertagesstätten, kurz: Kitahelfer/in. Mittlerweile haben im Rahmen dieses bei seinem Start bundesweit einmaligen Erfolgsprojektes mehr als 65 Menschen mit Beeinträchtigung an der Qualifizierung teilgenommen und verbringen ihren Arbeitstag auf so genannten „ausgelagerten Werkstattplätzen“ in unterschiedlichen Kinderbetreuungseinrichtungen. Alle zwei Jahre werden junge Menschen bei entsprechender Eignung in die Kita-Qualifizierung aufgenommen. Nach erfolgreicher Absolvierung gibt es ein Abgangszeugnis der Fachschule für Sozialpädagogik Altona und ein Zertifikat der Elbe-Werkstätten. Doch darüber hinaus gibt es für die Absolventen viel mehr: Die Tätigkeit als Kitahelfer/in ist Anerkennung, Wertschätzung, Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit und Einbeziehung in die Gesellschaft. Das erfolgreiche Kooperationsprojekt zeigt: gibt es eine gute Idee und stimmen die Rahmenbedingungen, kann ein Mensch gute Arbeit leisten und sogar über sich hinauswachsen, gleich welche Art von Behinderung er hat.

Für die interessierte  Öffentlichkeit besteht am Mittwoch, 15. November, von 10.00 bis 12.00 Uhr im Rahmen der Hamburger Woche der Inklusion die Möglichkeit, sich direkt an der Fachschule für Sozialpädagogik über die Qualifizierung zum Kitahelfer/zur Kitahelferin zu informieren und mit angehenden KitahelferInnen, LehrerInnen der FSP und  Sozialpädagogen der Elbe-Werkstätten ins Gespräch zu kommen.

Ort: Staatliche Fachschule für Sozialpädagogik Altona, (BS21), Max-Brauer-Allee 134. Anmeldung bei Birthe Nowak (FSP II), Telefon 040 | 428 11-27 60, E-Mail:

Weitere Infos auf der Internetseite des HIBB